Fahrplanänderungen 2027: Luzern fährt direkter und komfortabler
Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) plant ab dem Fahrplan 2027 ein neues Busnetz für die Stadt und die Agglomeration Luzern.
Des Weiteren gibt es Neuerungen im Nachtnetz sowie auf der Zentralbahnstrecke Luzern-Engelberg, auf der ein Halbstundentakt eingeführt wird. Die vorgeschlagenen Änderungen sind für alle Interessierten auf vvl.ch/fahrplan2027 einsehbar. Im Rahmen der Fahrplanvernehmlassung können Änderungsbegehren vom 22. Mai bis 9. Juni auf öv-info.ch eingereicht werden.
Der VVL hat in Zusammenarbeit mit den Transportunternehmen und abgestimmt auf die finanziellen Möglichkeiten die Entwürfe für den Fahrplan 2027 erarbeitet. Daraus folgende Schwerpunkte:
Neues Busnetz für die Stadt und die Agglomeration Luzern
Neue Infrastruktur und neue Batterie-Trolleybusse ermöglichen ein neues Liniennetz in der Stadt und Agglomeration Luzern. Das Angebot wird ausgebaut und es entstehen zahlreiche neue Direktverbindungen. Die Liniennummern werden vereinheitlicht. Dafür sind auf verschiedenen Linien Änderungen und Angebotsausbauten vorgesehen. Silvano Fuchs, Projektleiter Planung öV freut sich: «Für die Stadt und die Agglomeration Luzern ist dies der grösste Fahrplanwechsel seit 28 Jahren.» Vom 19. Januar bis zum 8. Februar 2026 konnte man bereits im Rahmen einer Vorvernehmlassung Rückmeldungen zum neuen Busnetz eingeben. Es sind über 120 Rückmeldungen von Organisationen und der Bevölkerung eingegangen. Diese wurden ausgewertet und wichtige Erkenntnisse daraus sind in die definitiven Fahrpläne eingeflossen. In Kriens wurde beispielsweise die Linienführung der Linie 31 so überarbeitet, dass weiterhin ein grosser Teil der Schlaufe Klösterli bedient werden kann.
Halbstundentakt nach Engelberg
Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 wird der Halbstundentakt auf der Strecke Luzern-Engelberg eingeführt. Der zusätzliche Interregio verlässt Luzern um xx.35 Uhr und erreicht Luzern um xx.24 Uhr. Dieser zusätzliche Zug hält in Luzern, Kriens Mattenhof, Horw, Hergiswil, Stansstad, Stans, Dallenwil, Wolfenschiessen und Engelberg.
Zusätzliche Betriebsnächte im Nachtnetz
Auf allen bestehenden Nachtnetzlinien werden fünf zusätzliche Betriebsnächte eingeführt. Die Bahnlinie SN1 Luzern-Sursee-Olten sowie die Nachtbuslinien fahren neu in den Nächten Donnerstag/Freitag vor Ostern, Freitag/Samstag am Karfreitag, Mittwoch/Donnerstag vor Auffahrt, Donnerstag/Freitag an Auffahrt sowie in der Nacht am 31. Juli/1. August. Im Zuge der Neunummerierung des Tagesnetzes werden auch die Nummern bei drei Nachtnetzlinien angepasst. So wird die Linie N12 (Luzern Bhf.-Luzern Gasshof) zur Linie N13, die Linie N14 (Luzern-Klinik St. Anna-Brüelstrasse-Büttehalde) zur Linie N30 und die Linie N21 (Luzern-Kastanienbaum-Horw-Kriens-Luzern) wird zur Linie N32. Auf der Linie N73 (Luzern-Adligenswil-Rotkreuz) wird das Angebot optimiert. Die Linie N80 wird analog dem Tagesnetz bis Altishofen Dorf verlängert. Dadurch wird die Haltestelle Altishofen Unterdorf nicht mehr bedient.
Änderungen bei Haltestellen
m Zuge der Umstellungen der Linien 31/32 werden die folgenden Haltestellen in Kriens nicht mehr bedient: Senti, Südstrasse, Bachstrasse, Kirchbühl, Dattenmatt, Kuonimatt und Rosenstrasse. In Entlebuch ersetzt die neue Haltestelle Pfrundmatt die Haltestelle Drei Könige. Die Linie 80 (Sursee-Kaltbach-Altishofen) hält an den neuen Haltestellen Nebikon/Egolzwil Käppeliweg und Altishofen Dorf. Die Haltestelle Sursee Rathaus wird auf der Linie 86 zugunsten der Haltestelle Sursee Badrain aufgehoben.
Alle weiteren Änderungen im Kanton Luzern finden Sie auf der Website vvl.ch/fahrplan2027
Fahrplanvernehmlassung vom 22. Mai bis 9. Juni 2026
Ab 22. Mai bis am 9. Juni 2026 hat die Bevölkerung die Möglichkeit, über die nationale Plattform öv-info.ch zu den geplanten Änderungen im Rahmen der Fahrplanvernehmlassung Stellung zu nehmen.
Die Fahrplanentwürfe sind auf öv-info.ch abrufbar.
→ Es werden ausschliesslich Stellungnahmen verarbeitet, die online über das Portal öv-info.ch eingereicht werden und den Fahrplan 2027 betreffen. Eingaben die nach dem 9. Juni eintreffen, können nicht berücksichtigt werden.
→ Konzeptionelle Anliegen und Inputs zum allgemeinen öV-, Verkehrs- und Tarifsystem, welche nicht den Fahrplan betreffen, können in der Fahrplanvernehmlassung nicht berücksichtigt werden.
→ Um eine effiziente Auswertung sicherzustellen, bitten wir Sie, pro Anliegen bzw. Linie eine separate Stellungnahme zu erfassen.
Weiteres Vorgehen nach Fahrplanvernehmlassung
Nach der Fahrplanvernehmlassung werden die Eingaben auf ihre Umsetzbarkeit und Finanzierbarkeit hin geprüft. Im Herbst 2026 veröffentlicht der VVL das definitive Fahrplanangebot 2027 und publiziert die Antworten zu den Stellungnahmen.